Prüfschritte des BITV Kurztest

Die ausführliche Testbeschreibung finden Sie unter diesem Link:

http://www.bitvtest.de/main.php?a=dl

 

Die einzelnen Prüfschritte sind hier als verkürzte Zitate aufgeführt. Sie dienen Ihnen zur Information, welche Anforderungen allgemein an eine barrierearme Website gestellt werden.

 

1. Bereitstellung äquivalenter Alternativen für audio- und visuelle Inhalte

  1. Alternativtexte
    1.  Alternativtexte für Bedienelemente
      Grafische Bedienelemente müssen mit Alternativtexten versehen werden. Alternativtexte für grafische Navigationselemente sollen das Ziel des Links bezeichnen. Alternativtexte für grafische Schaltflächen (Buttons) sollen die Aktion bezeichnen, die der Button auslöst.
      Häufig werden Schriftgrafiken als Navigationselemente oder Buttons verwendet. In diesen Fällen soll der Alternativtext den Text der Schriftgrafik wiederholen. Gelegentlich werden auch Symbole als grafische Navigationselemente oder Buttons verwendet. Der Alternativtext soll das Symbol dann nicht beschreiben, sondern ersetzen. Also zum Beispiel Alternativtext "Kontakt" für einen Briefkasten, der als Symbol für die Kontakt-Seite verwendet wird.
    2. Alternativtexte für Grafiken und Bilder

      Informative Grafiken müssen mit Alternativtexten versehen werden. Die Alternativtexte sollen dieselbe Funktion oder denselben Zweck erfüllen wie das Bild.

      Das kann bedeuten, dass der Alternativtext den abgebildeten Gegenstand im Detail beschreibt. Es kann aber auch sein, dass eine solche Beschreibung nicht erforderlich oder nicht möglich ist. Dann wird der Alternativtext in der Regel den abgebildeten Gegenstand bezeichnen.

      • Zeigt die Grafik eine Schrift, so soll der Text wiedergegeben werden.
      • Zeigt die Grafik ein Symbol oder ein Logo, so soll dessen Bedeutung wiedergegeben werden.
      • Bei Fotos genügt in der Regel eine knappe Bezeichnung des abgebildeten Gegenstandes.
      • Bei Diagrammen oder technischen Zeichnungen sind unter Umständen ausführlichere Erläuterungen erforderlich. Alternativtexte sind dafür nicht vorgesehen, sie sollen 80 Zeichen nicht überschreiten. Vielmehr soll für ausführlichere Beschreibungen zusätzlich das Longdesc-Attribut verwendet werden.
    3. Leere Alt-Attribute für Layoutgrafiken
      Eine Grafik, die keine informative Funktion hat, benötigt keinen Alternativtext. Grafiken ohne informative Funktion sind zum Beispiel Abstandshalter, Farbflächen oder Muster. Solche Grafiken sollen mit einem leeren ALT-Attribut (ALT="") ausgezeichnet werden
    4. ALternativtexte für Objekte
      Applets und programmierte Objekte, Audio-Dateien und Videos sind mit Alternativtexten versehen.
  2. Textlinks für serverseitige Imagemaps

    Bei Verwendung von serverseitigen Imagemaps müssen alternative Eingabemöglichkeiten angeboten werden.

  3. Audiodescription für Videos

    Für visuelle Videoinhalte muss eine Audiodeskription als Alternative bereitgestellt werden.

  4. Videos mit Untertiteln
    Für akustische Videoinhalte müssen als Hör-Alternative Untertitel bereitgestellt werden.

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2. Verständlichkeit ohne Farbe

  1. Auch ohne Farben nutzbar
    Über Farben vermittelte Informationen sollen auch ohne Wahrnehmung der Farbe verfügbar sein.
    Blinde oder farbblinde Nutzer, aber auch Sehbehinderte, die mit eigenen Farbschemata arbeiten, können Farben nicht oder nur eingeschränkt identifizieren oder unterscheiden.
  2. Ausreichende Kontraste
    1. Grafiken vor wechselndem Hintergrund erkennbar
      Informative Grafiken sollen vor wechselnden Hintergrundfarben erkennbar bleiben. Bei Grafiken mit transparentem Hintergrund ist dies häufig nicht gewährleistet.

    2. Helligkeitskontraste von Grafiken ausreichend
      Informative Grafiken sollen ausreichende Helligkeitskontraste haben. Sie sollen auch für farbfehlsichtige Benutzer wahrnehmbar sein.

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3. Korrekte Verwendung der Markup-Sprachen

  1. Verzicht auf Schriftgrafiken
    Grafiken sollen nicht für die Darstellung von Schriften verwendet werden.
    1. für Fließtext und Links
    2. für Überschriften und Schaltflächen (Navigationsmenü)
  2. Valides HTML
    Eine saubere HTML-Syntax vereinfacht Browsern oder Screenreadern den Umgang mit der Seite.
    Aufgrund einer fehlenden DOCTYPE-Definition validiert die Seite nicht

  3. Stylesheets verwendet
    Für die Gestaltung und Positionierung der Elemente des Webauftritts sollen Stylesheets verwendet werden.
    1. Schriftgröße variabel
      Die Größe von Schriften soll in relativen Maßangaben festgelegt sein.
      Benutzer sollen die Schriftgröße nach ihren Bedürfnissen einstellen können. Vor allem für ältere und leicht sehbehinderte Nutzer ist das wichtig.

    2. Bei geringer Bildschirmauflösung lesbar

      Das Layout der Seite (inklusive Layouttabellen) soll flexibel sein. Es soll sich auch geringen Auflösungen anpassen können, ohne dass es zu Überlagerungen kommt.

      Auch die Verwendung des horizontalen Scrollbalkens sollte vermieden werden. Praktisch nicht lesbar ist längerer Fließtext, wenn bei jeder Zeile der horizontale Scrollbalken nach links und rechts verschoben werden muss.

  4. HTML-Strukturelemente für Überschriften
    Überschriften Überschriften müssen korrekt mit den HTML-Strukturelementen H1 bis H6 ausgezeichnet sein und die Inhalte der Seite erschließen.
  5. HTML-Strukturelemente für Listen
    Zur Auszeichnung von Listen auf der Seite sollen HTML-Strukturelemente für Listen (ul, ol und so weiter) genutzt werden.
  6. HTML-Strukturelemente für Zitate
    Zur Auszeichnung von Zitaten, die als eigenständige Textabschnitte gefasst sind, soll das dafür vorgesehene HTML-Strukturelement

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4. Kenntlichmachung sprachlicher Besonderheiten

  1. Sprachwechsel ausgezeichnet

    Sprachwechsel im Text müssen mit dem Lang-Attribut markiert werden.
    Screeenreader verwenden Wortlisten, in denen die Aussprache der Wörter festgelegt ist. Wenn ein fremdsprachiger Text ausgezeichnet ist, weiß der Screenreader, welche Wortliste er verwenden soll, er kann den Text korrekt vorlesen.

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5. Nutzung und Beschreibung von Tabellen

  1. Kennzeichnung von Zeilen- und Spaltenüberschriften
    In Tabellen, die tabellarische Daten darstellen, sind die Zeilen- und Spaltenüberschriften mittels der vorgesehenen Elemente der verwendeten Markup-Sprache (TH-Elemente) zu kennzeichnen.

    Mögliche Anwendungen der Strukturelemente für Tabellen:

    • Der Screenreader liest die (neue) Zeilen. oder Spaltenüberschrift vor, wenn der Benutzer die Tabellenzeile oder die Tabellenspalte wechselt
    • die Überschriften anders hervorheben, den Aufbau der Seite dadurch visuell verdeutlichen
  2. Zuordnung von Zellen in mehrstufigen Tabellen

    Wenn Tabellen zwei oder mehr logische Ebenen von Zeilen- oder Spaltenüberschriften haben, sollen die Datenzellen über Markup den Überschriften zugeordnet werden.
    Der Geltungsbereich von Tabellenüberschriften soll über das Scope-Attribut definiert oder die einzelnen Zellen über IDs ihren Überschriften zugeordnet sein.

    Es gibt bislang keine angemessene Unterstützung dieser Anforderung durch Entwicklungswerkzeuge oder Browser. Zu empfehlen ist also eher die Vermeidung von Tabellen mit mehreren logischen Ebenen.

  3. Layouttabellen linearisierbar
    Wenn Tabellen für das Layout (die Anordnung von Elementen auf der Seite) eingesetzt werden, müssen sie linearisierbar sein.
    Screenreader lesen die Elemente, die auf dem Bildschirm in der Fläche angeordnet sind, nacheinander vor. Sie folgen dabei einem festen Schema, fangen zum Beispiel in der linken oberen Ecke und arbeiten Tabellen zeilenweise ab. Dieser Vorgang wird als Linearisierung bezeichnet. Linearisierbar ist die Tabelle, wenn die Reihenfolge der umgeordneten Elemente noch Sinn macht, die Webseite also auch in dieser Form genutzt werden kann.
  4. Vermeidung struktureller Elemente in Tabellen
    Tabellen-Strukturmarkup soll nicht für Layouttabellen verwendet werden.

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6. Nutzbarkeit ohne neuere Technologien

  1. Auch ohne Stylesheets nutzbar

    Ältere Browser, insbesondere Netscape 4, unterstützen Stylesheets nicht oder nur mangelhaft. Auch für Benutzer von mobilen Browsern mit kleinem Display ist die einfache, lineare Darstellung in der Regel besser geeignet als das für normale Bildschirme vorgesehene Layout des Anbieters. Daher soll der Inhalt auch ohne das vom Webanbieter vorgegebene Stylesheet vernünftig geordnet und gut zu lesen sein.

  2. Frames verweisen auf HTML-Dateien
    Frames sollen nicht auf Bilddateien oder Objekte verweisen. Sondern sie sollen auf HTML-Dateien verweisen, in denen das Bild oder das Objekt zusammen mit dem dazugehörigen Alternativtext eingebunden ist.

    Die direkte Einbindung von Abbildungen in Frames soll vermieden werden, weil Attribute der eingebundenen Abbildungen, einschließlich einem möglicherweise vorhandenen Alternativtext bei Wechsel der Abbildung nicht aktualisiert werden.

  3. Auch ohne Skripte nutzbar

    Nach Abschalten von Skripten soll die Seite weiterhin funktionsfähig sein. Die wesentlichen Inhalte sollen weiterhin vorhanden sein, Navigations- und Formularelemente sollen funktionieren. Von Skripten erzeugte Inhalte müssen durch ein gleichwertiges alternatives Angebot zugänglich gemacht werden. Browser, die keine Skripte verarbeiten, werten den NOSCRIPT-Bereich aus. Hier kann ein Link zu einem gleichwertigen Inhalt angeboten werden.
    Screenreader haben Schwierigkeiten mit Skripten. Auch ältere Browser können Skripte unter Umständen nicht verarbeiten. In vielen Institutionen werden Skripte aus Sicherheitsgründen abgeschaltet.

  4. Auch ohne Frames nutzbar
    Alle neueren Browser und Screenreader können Seiten mit Frames verarbeiten. Für Screenreader ist es aber nicht möglich, verschiedene Frames gleichzeitig darzustellen. Auch Textbrowser (Lynx) verzichten auf die gleichzeitige Darstellung mehrerer Frames.

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7. Kontrolle zeitgesteuerter Änderungen des Inhalts

  1. Verzicht auf Flackern

    Flackernde Bildschirmelemente können bei Nutzern mit photosensitiver Epilepsie Anfälle auslösen.

    Viele Benutzer haben Schwierigkeiten, Seiten zu nutzen, die mit flackernden, blinkenden oder sich bewegenden Elementen ausgestattet sind. Solche Elemente ziehen die Aufmerksamkeit des Benutzers auf sich. Der Benutzer kann sich möglicherweise nicht auf andere Elemente des Webauftritts konzentrieren.

    Bei einigen neueren Browsern kann der Benutzer das Flackern von Inhalten abschalten. Der Microsoft Explorer bietet diese Möglichkeit jedoch nicht.

  2. Verzicht auf Blinken

    Viele Benutzer haben Schwierigkeiten, Seiten zu nutzen, die mit flackernden, blinkenden oder sich bewegenden Elementen ausgestattet sind. Solche Elemente ziehen die Aufmerksamkeit des Benutzers auf sich. Der Benutzer kann sich möglicherweise nicht auf andere Elemente des Webauftritts konzentrieren.

    Bei einigen neueren Browsern kann der Benutzer das Blinken von Inhalten abschalten. Der Microsoft Explorer bietet diese Möglichkeit jedoch nicht.

  3. Verzicht auf bewegte Inhalte

    Viele Benutzer haben Schwierigkeiten, Seiten zu nutzen, die mit flackernden, blinkenden oder sich bewegenden Elementen ausgestattet sind. Solche Elemente ziehen die Aufmerksamkeit des Benutzers auf sich. Der Benutzer kann sich möglicherweise nicht auf andere Elemente des Webauftritts konzentrieren.

    Interaktive bewegte Inhalte können für Benutzer mit motorischen Einschränkungen problematisch sein.

    Bei einigen neueren Browsern kann der Benutzer bewegte Inhalte einfrieren. Der Microsoft Explorer bietet diese Möglichkeit jedoch nicht.

  4. Verzicht auf Auto-Aktualisierung

    Die Autoaktualisierung kann das Vorlesen der Seite stören. Visuell macht sie sich vielleicht überhaupt nicht bemerkbar, weil nur bestimmte Details verändert worden sind. Im Prinzip ist aber die Seite oder ein Teil der Seite neu geladen worden. Wenn der Screenreader damit nicht zurechtkommt, fängt er zum Beispiel immer wieder aufs Neue am Anfang der Seite an vorzulesen.

    Bei vielen Browsern kann der Benutzer die Autoaktualisierung abschalten. Der Microsoft Explorer bietet diese Möglichkeit jedoch nicht.

  5. Verzicht auf Weiterleitung
    Automatische Weiterleitungen sind zu vermeiden. Insofern auf eine automatische Weiterleitung nicht verzichtet werden kann, soll dem Nutzer eine entsprechende Mitteilung zur Verfügung stehen.
    Benutzer können irritiert sein, wenn sie sich plötzlich auf einer anderen Seite befinden.

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8. Zugänglichkeit von Benutzerschnittstellen

  1. Zugängliche Alternativen für programmierte Objekte
    Programmierte Objekte (Applets oder Objects) sind für Nutzer von verbreiteten Screenreadern nicht oder nur eingeschränkt zugänglich. Eine zugängliche Alternative ist daher erforderlich.

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9. Unabhängigkeit der Funktionen von Ein- und Ausgabegeräten

  1. Verzicht auf serverseitige Imagemaps
    Serverseitige Imagemaps sollen nicht verwendet werden, wenn die Aufgabe auch durch clientseitige Imagemaps gelöst werden könnte.

    Serverseitige Imagemaps sind nicht per Tastatur bedienbar, aktive Bereiche von serverseitigen Imagemaps können nicht mit Alternativtexten versehen werden.

  2. Auch ohne Maus nutzbar
    Die Seite soll auch von Menschen bedient werden können, die auf reine Tastaturbedienung angewiesen sind (blinde, motorisch eingeschränkte Menschen)
  3. Geräteunabhängige Eventhändler

    Viele Webseiten erleichtern Mausbenutzern die Bedienung, indem sie darauf reagieren, dass der Mauszeiger sich über einem Link befindet. Dann ändert sich zum Beispiel die Text- oder Hintergrundfarbe oder der Linktext wird unterstrichen.

    Für Tastaturbenutzer sind solche grafischen Hervorhebungen besonders nützlich, denn es ist oft schlecht zu erkennen, welches Element gerade im Fokus ist (die meisten Browser markieren das nur mit einem feinen gestrichelten Rahmen). Wenn aber die Position des Fokus nicht deutlich ist, ist es sehr schwierig, die Seite zu bedienen.

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10. Verwendbarkeit älterer assistiver Technologien

  1. Verzicht auf Pop-Ups, neue Fenster angekündigt

    Beim Laden der Seite sollen nicht zusätzliche Fenster geöffnet werden. Ziele von Links sollen nicht ohne entsprechende Ankündigung in neuen Browserfenstern geöffnet werden.
    Die Öffnung neuer Fenster kann die Orientierung des Benutzers beeinträchtigen. Das gilt ganz besonders für blinde und sehbehinderte Benutzer. Sie bemerken möglicherweise nicht, dass ein neues Fenster geöffnet worden ist. Der Überblick kann verloren gehen, möglicherweise wird dann das falsche Fenster (mit der History der bislang besuchten Seiten) geschlossen.

    Bei einigen neueren Browsern kann der Benutzer festlegen, dass Linkziele nicht in neuen Fenstern geöffnet werden sollen. Der Microsoft Explorer bietet diese Möglichkeit jedoch nicht.

  2. Beschriftung von Formularfeldern richtig angeordnet
    Die Beschriftung von Formularelementen soll links neben oder über dem zugehörigen Eingabefeld angeordnet werden. Nur die Beschriftung von Checkboxen und Radiobuttons kann auch rechts neben dem zugehörigen Eingabefeld angeordnet werden.

    Screenreader verbinden Beschriftungen nach festen Regeln mit den Eingabefeldern von Formularen. Die Einhaltung der Gestaltungsvorgaben für Formulare sorgt dafür, dass dabei nichts schief läuft.

    Die Bedienung des Formulars wird durch die Einhaltung verbreiteter Regeln unterstützt und erleichtert. Der Benutzer ist mit der Anordnung der Formulare vertraut, er kennt sie bereits aus anderen Zusammenhängen.

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11. Öffentlichkeit und Dokumentation verwendeter Technologien

  1. W3C-Technologien verwendet?
    Verwenden Sie W3C-Technologien, wenn sie verfügbar und der Aufgabe angemessen sind, und benutzen Sie die neueste Version, wenn sie unterstützt wird.
  2. Verzicht auf veraltete Elemente

    Elemente veralten, weil das Konzept von HTML weiterentwickelt und verändert wird. Neuere Spezifikationen der HTML betonen zum Beispiel die strikte Trennung von Inhalt und Gestaltung der Seite. Elemente, die einer solchen Trennung entgegenstehen, werden aus der Spezifikation entfernt, sie sind überholt.

  3. Seiten für alle (keine Textversion)
    Internetangebote sollen für alle zugänglich gestaltet sein. Spezielle Textversionen für behinderte Besucher sind nicht erforderlich und nicht erwünscht.

    Eine alternative Textversion ist eine "Sonderlösung", die nicht der Definition von Gleichstellung im Sinne des Gleichstellungsgesetzes entspricht.

    Sie ist eine klassische Lösung für Blinde. Für Senioren, die große Schrift brauchen und mit der Maus nicht mehr klar kommen ist sie zum Beispiel keine Lösung.

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12. Kontext- und Orientierungsinformationen

  1. Frames mit Titel und Name

    Frames sind mit sinnvollen Titeln und Namen zu versehen, um Navigation und Identifikation zu ermöglichen.

    Der Titel des Frames entspricht dem TITLE-Attribut. Das in der Programmierung gebräuchliche NAME-Attribut wird ebenfalls ausgewertet. Der Titel soll entweder das NAME-Attribut wiederholen, oder den Zweck oder Inhalt des Frames in einem kurzen Satz beschreiben. Der Titel ist auf etwa 150 Zeichen zu begrenzen.
    Browser wie Lynx sowie Screenreader stellen die Frames und das Frameset als einzelne Fenster dar. Der Anwender muss den Inhalt und Zweck der Frames nacheinander erkunden. Die Navigation wird erleichtert, wenn die Frames aussagekräftig benannt sind.

    Eine sinnvolle Bezeichnung ist wichtig zur Orientierung mit Screenreadern und älteren Browsern, die nicht alle am Bildschirm angezeigten Frames gleichzeitig wiedergeben können.

    Ältere Browser und einige Screenreader werten das NAME-Attribut für die Bezeichnung der Frames aus, da dieses für die Programmierung benötigt wird und darum häufig vorhanden ist. Neuere Screenreader nutzen das in der WCAG-Spezifikation verlangte TITLE-Attribut. Sie sprechen beim Umschalten zwischen den Frames mit den Tastenkürzeln des IE den Titel des aktiven Frames aus.

  2. Aufbau der Frames verständlich

    Der Aufbau der Frames ergibt sich problemlos aus den Titeln und Namen oder er wird durch entsprechende Erläuterungen verständlich gemacht.

  3. Gruppierung grosser Informationsblöcke
    Absätze, Gruppen von Formularelementen und tabellarische Daten sind mit geeigneten Strukturelementen ausgezeichnet.

  4. Label mit Formularelementen verknüpft
    Beschriftungen (Label-Tags) sollen über das entsprechende Markup (das For-Attribut) mit den Eingabefeldern verbunden sein, zu denen sie gehören.

13. Gestaltung von Navigationsmechanismen

  1. Eindeutige Linktexte
    Linktexte sollen aussagekräftig sein. Sie sollen auch außerhalb ihres Textzusammenhangs eindeutig und unterscheidbar sein.
    Blinde oder sehbehinderte Nutzer verwenden Strukturelemente, um sich einen schnellen Überblick über die Angebote einer Webseite zu verschaffen. Sie lassen sich zum Beispiel eine Liste mit sämtlichen Links einer Seite anzeigen. Damit eine solche Liste brauchbar ist, müssen Linktexte auch außerhalb des Textzusammenhangs eindeutig und unterscheidbar sein.
  2. Sinnvolle Dokumenttitel
    Dokumenttitel bezeichnen den Inhalt der jeweiligen Seite, sie können für die Unterscheidung und Auswahl von Seiten genutzt werden.

    Der Dokumenttitel bezeichnet die Seite. Browser zeigen den Dokumenttitel in der Kopfzeile an, er ist ein wichtiges Auswahlmittel. Auch Suchmaschinen verwenden den Dokumenttitel für die Indexierung von Seiten.

  3. Sitemap oder ähnliche Orientierungshilfe
    Es sind Informationen zur allgemeinen Anordnung und Konzeption eines Internetangebots, zum Beispiel mittels eines Inhaltsverzeichnisses oder einer Sitemap, bereitzustellen.
    Nutzer des Webangebotes müssen die Möglichkeit erhalten, das Konzept eines Auftritts zu durchschauen und sich einen Überblick zu verschaffen, ohne gezwungen zu werden, sich durch ein Linksystem den kompletten Webauftritt zu erschließen.
  4. Nachvollziehbarkeit von Navigationsmechanismen
    1. Navigation einheitlich
      Navigationsmechanismen sollen innerhalb des Webauftritts einheitlich sein.
      Einheitliche Navigation erleichtert die Bewegung im Webauftritt. Der Besucher muss sich nicht mit unterschiedlichen Navigationsmechanismen auseinandersetzen.
    2. Position im Webauftritt klar

      Indizien für klare Navigation:

      • Der Benutzer kann jederzeit sehen, wo er sich befindet. Übergeordnete Seiten werden angezeigt, die Startseite ist direkt verlinkt.
      • Seiten werden gleich benannt
      • Seiten verweisen nicht auf sich selbst.

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14. Förderung des allgemeinen Verständnisses

  1. Einfache Wörter
    Die Verwendung einfacher Wörter ist für alle Nutzer vorteilhaft, insbesondere aber für lernbehinderte Nutzer oder für Nutzer, die nicht gut lesen können. Auch fremdsprachige Nutzer (Nutzer, deren Muttersprache nicht die Sprache des Webauftritts ist) profitieren von einfacher Sprache.
  2. Einfache Sätze
    Sätze sollen kurz sein, die Satzkonstruktion soll einfach sein.

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